Montag, 5. März 2012

Bleibt alles anders!

Jetzt ist gerade mal eine Woche rum, aber die vergangenen 7 Tage waren wirklich abwechslungsreich!
Den Routeburn Track werde ich so schnell nicht vergessen. Zum einen weil die Landschaft und die Ausblicke einfach superb waren. Dank tollem Wetter konnten wir die Blicke über Täler, Seen und schneebedeckte Bergspitzen schweifen lassen. 
Routeburn! puh! anstrengend!

der Weg ist das Ziel...
oh yeah, die Mühen haben sich gelohnt!

Routeburn Track
ich nenne ihn "Lake Ana"
immer noch Routeburn

Zum anderen weil wir den 32km langen Track quasi an einem Tag gelaufen sind, bepackt mit Zelt, Schlafsack, Essen für 4 Tage und etwas Kleidung. Also wieder ca. 15kg. Geplant war das so allerdings nicht, aber nachdem der Campingplatz auf halber Strecke vorher schon ausgebucht war und der Ranger 30$ p.P. (also doppelter Preis) zum Zelten verlangte sind wir eben noch mal 3 Stunden auf einen Freedom-Campground gelaufen. Nach insgesamt 30-32km in 11 Stunden (davon aber 3 Stunden Pause) sind wir stolz und mit Blasen an den brennenden Füßen angekommen.
Im Nachhinein haben wir alles richtig gemacht, denn das Wetter wurde zum Abend hin schlechter und am Mittwoch hat es quasi den kompletten Tag geregnet.
Wo sind die Berge hin?
Wasserfall No.83 on the Routeburn
Donnerstags stand ein kleiner Cruise im Milfordsound auf dem Programm, doch zuvor mussten wir erst mal die 50km dorhin trampen/hitchhiken, denn der Routeburn ist kein Circut und unser Auto stand am anderen Ende. 
Lake Gunn - die Ruhe nach dem Sturm

Nach einer schlaflosen – weil stürmischen und regnerischen – Nacht am Lake Gunn sind wir mit verschiedenen Leuten bis nach Milford gekommen und haben dort das Touri-Pflichtprogramm absolviert. Glücklicherweise hatte Julia gleich danach ein paar Leute getroffen, die uns bis nach Te Anau mitgenommen haben. 

Milford Sound
cruising im Fjord
so siehts hier (angeblich) manchmal aus...
unrasiert seit 2 Wochen, es fängt zu jucken an...

da kommen wir her! da wolln wir hin!
irgendwo da hinten ist Isengaard
Dank Julias „girls advantage“ und insgesamt 8 Lifts sind wir am Freitagmittag nach 400km hitchhiken zurück am Auto gewesen! Das hat schneller und besser funktioniert als wir erwartet hatten.
Am oder besser im Auto hat uns Hubert begrüßt. Hubert, die Springmaus (hatte ich im letzten Blog vergessen zu erwähnen) lebt schon seit rund 2 Wochen bei uns im Auto. Irgendwie hat er sich kurz vor dem Start des Kepler Tracks ins Auto geschlichen und knabbert seitdem an unseren Vorräten und hinterlässt überall unangenehm riechende Spuren. 2mal haben wir die kleine Maus zu Gesicht bekommen, aber zum Einfangen oder Erschlagen hat es bislang nicht gereicht. 
Im Zweifel müssen wir uns doch ne Mausefalle kaufen…

Queenstown - am Hafen
Da es in Queenstown merklich kälter geworden ist (Schneefall auf nur 900m) und aufgrund einer Sturmwarnung für so ziemlich ganz Neuseeland sind wir am Freitag dann in den Südosten, nach Invercargill, „geflüchtet“. Dort haben wir uns nach langer Zeit auch mal wieder ein Bett im 10Bed-Dorm geleistet. Endlich mal wieder im Warmen und Trockenen, dazu ne leckere Pizza und Old-school-Videokassette gucken im Hostel! Tags drauf haben wir einen kurzen Abstecher zu den „Catlins“ gemacht. Die Region dort hat tolle Sandstrände, felsige Klippen, Höhlen und viel Schafzucht zu bieten. In der Curio Bay konnten wir verspielte Delfine bewundern und unweit davon Gelbaugen-Pinguine. Leider war das Wetter nicht ganz so „badefreundlich“ und außerdem haben wir festgestellt wie wenig Zeit uns doch noch für die restlichen Will-ich-machen/sehen-Spots bleibt, also mussten wir auf das Surfen/Schwimmen mit den Hector-Delfinen leider verzichten. 
lets make love

Wolle überall
Catlins Region
zum Vergleich: nach Berlin sinds 20.000km

Stattdessen haben wir ordentlich Kilometer gut gemacht und waren abends/nachts schon wieder nahe der Westküste am Lake Hawea (unser Lieblingscampingspot bislang). 
von wegen "verregnetes Hamburg"!

Das Unwetter hat uns bis auf etwas Regen verschont und am Sonntag sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein bei Fuchs und Franz angekommen.

Fox Gletscher
Viewpoint bei den Gletschern

Lake Matheson
Den Fox Glacier haben wir uns aus der „Nähe“ (100m bis zum Fuß des Gletschers) angeschaut, so wirklich beeindruckend ist es aber aus der Ferne, wenn man daneben noch Mount Cook (der höchste Berg NZs) sieht und einige weitere 2500er Berge sieht. Nach einem schönen Abend am Strand (Rotwein, Sandflies und mit Blick auf die Berge/Gletscher in 30km Entfernung) geht es heute nun weiter die Westküste hoch bis nach Hokitika und von dort über den Arthur´s Pass nach Christchurch.
 
 



8 Kommentare:

Karl hat gesagt…

was? DU brauchst 2 wochen für ein paar Stoppeln im Gesicht???
Schöne Grüße...aus dem Büro...

Erika hat gesagt…

Respekt, Respekt! Ich habe auf dem Routeburn 2x übernachtet. In einem Tag hätte ich das nicht geschafft. Du wirst den anderen in Nepal davon laufen.
Genieß es weiterhin, liebe Grüße aus dem grauen Bad Rappenau

Klaus hat gesagt…

Soviele tolle Eindrücke und Fotos! Muss ich dich mit dem Everest Bier in den Himalaya locken oder reichen ein paar 8000er???

Jo hat gesagt…

@Karl: wie hälst du das nur aus?
Bräuchte langsam mal nen Langhaar-Schneider... ;-)
@the Rest: vielen Dank übrigens für die zahlreichen Kommentare beim letzten Blog-Eintrag. Hab mich sehr darüber gefreut! Da macht mir das Schreiben gleich viel mehr Spaß! :-)

Domme hat gesagt…

Hey Jochen,

einfach ziemlich schick, wo Du unterwegs bist. Da bekomm ich auch schon wieder Lust auf ne Bergtour... Lass Dich von Deinem Vater ruhig mit Everest oder Gurkha-Bier locken, das schmeckt gar nicht schlecht, vor allem am Ende eines langen Wandertages. Mach weiter so!
Viele Grüsse aus Köln
Domme

Anonym hat gesagt…

Hallo Jochen, wieder einmal ein herzliches Dankeschön für Deine tolle Reiseschilderung,
das Land ist einfach faszinierend - vielleicht geht dieser Traum auch für mich noch in Erfüllung. Tipps bekomme ich ja sicherlich ausgiebig!!! Bald geht es ja nun nach Nepal, wo Du wieder neue und andere Eindrücke sammeln wirst. Laufe Deinen Begleitern nur nicht davon!!! Ganz liebe Grüße Monika

Anonym hat gesagt…

hey, lieber jochen, wirklich toll, dich durch deine fotos und deine ausführlichen schilderungen zumindest ein klein bißchen auf deiner reise begleiten zu können!!! ich freu mich schon auf die fortsetzung. vor allem aber weiterhin solch gutes gelingen! ganz liebe grüße, babs

Anonym hat gesagt…

Hi lieber Jochen,
habe soeben Deine tolle Karte aus NZ erhalten, einfach ein Traum. Vielen Dank! Habe mich riesig gefreut -wie immer- von Dir zu hören. Von wo wird wohl Deiner nächster Blog kommen, schaffst Du es noch einmal von NZ? Alles Gute und weiterhin eine schöne Zeit mit vielen tollen Erlebnissen Dein "Tantchen" aus dem heute frühlingshaften Eberbach

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