Dienstag, 13. März 2012

Auf der Zielgeraden!

Welcome back Nordinsel.
Pläne sind dazu da um sie über den Haufen zu schmeißen. Das Wetter hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten den geplanten Tagestrack (8 Stunden, hoch auf 2000m) im Arthur´s Pass N.P. leider auslassen.

lets make love - part 2



nahe Arthur´s Pass

on the road

Schafe jagen - Mensch sind die Viecher schnell!


Stattdessen sind wir weiter Richtung Christchurch und haben glücklicherweise am richtigen Platz Rast gemacht. Auf halber Strecke gab es nämlich eine Picnic Area samt kurzem Spaziergang und einer knapp 600m langen Höhle, durch die ein Fluß/Bach fließt. Nach Essen und einigen kraftraubenden Häkki-Sack-Übungen (die 60 knacke ich bald!)
Häkki-Sack
toller Ausblick beim Picnic

wollten wir dann barfuß und mit normaler Kleidung da durch. Ziemlich zeitgleich ist dort auch eine Gruppe Kiwis gestartet, alle mit Neoprenanzügen ausgestattet, die uns recht schnell deutlich gemacht haben, dass wir mit langer Hose und T-Shirt dort besser nicht reingehen.
Also Badeshorts und Wanderschuhe anzogen und ab ins Dunkel! Gleich auf den ersten Metern stand uns das Wasser bis zum Hals, danach ging es für ca. 30min. durchs meist knietiefe Kalt. Im Wasser waren immer wieder größere Steine, die eine ordentliche Strömung erzeugten und am Ende gabs sogar einen richtigen Wasserfall, an dessen Seite wir dann wieder ans Tageslicht kamen.
Nach Kaffee- und Sonne-tanken ging es dann weiter nach Christchurch. Der Besuch der erdbebengeschädigten Stadt war teilweise richtig bedrückend, nach mehr als 12 Monaten ist immer noch die komplette Innenstadt Sperrzone und auch drum herum sind viele Gebäude eingezäunt und dürfen nicht betreten werden. Überall sind die Aufräum- und Abrissarbeiten im Gange.

Christchurch CBD
Christchurch - Sperrzone
Viel zu sehen gab es also nicht, aber abends haben wir uns noch mal mit Denise getroffen, die am nächsten Tag ihren Heimflug antreten musste.
Am Mittwoch waren wir dann schon in Kaikoura, „Hauptstadt“ des Whalewatchings. Allerdings müsste man für die 2 Stunden auf dem Boot 145$ berappen, definitiv zu viel  für uns Budget-Reisende!
wer will schon Wale sehen, wenn es Seebären gibt?!
Als Alternative wollten wir am nächsten Morgen mit local Fischern raus aufs Meer, um halb 6 in der Früh standen wir dann auch am vermeintlichen Hafen. Leider gibt es in Kaikoura 2 Häfen, bis wir dann am „Richtigen“ ankamen waren alle Fischerboote schon weg…
Sonnenaufgang - ohne Sonne...
Die Fähre zurück auf die Nordinsel hatten wir ein paar Tage zuvor schon gebucht, also mussten wir den Tag irgendwie rumbringen, ohne aber wirklich Programm zu haben. Nahe Blenheim haben wir dann bei Wind und dunklen Wolken unser Lager in der Robin Hood Bay aufgeschlagen.
Die versprochen Hector-Delfine haben wir dort leider nicht gesehen, zum Baden war es auch viel zu kalt, also haben wir uns mit Backgommon, Häkki-Sack und Lesen die Zeit vertrieben.
made by ourself!
Zurück in Wellington, nachdem wir auf der Fähre aber dann besagte Delfine sahen, sind wir kurz ins Hostel zum Duschen und Wäsche waschen (ganz legal war das sicher nicht…) und anschließend weiter gen Norden. Am Samstagmorgen saßen wir dann schon in unserem Vehicel für die nächsten 3 Tage, ein Kanu. Als 5ten von den 9 „Great Walks“ haben wir uns aufs Wasser des Wanganui Rivers begeben und sind 3 Tage lang durch totale Wildniss und Dschungel geschippert.
Wanganui River
keep paddeling!
ganz schön was los auf dem Campingplatz

Zufahrtsstraßen oder gar Siedlungen gibt es auf diesem Teil des Flusses nicht, bis auf andere Flußreisende und ein paar Jetboote sieht man hier absolut niemand. Das Wetter war zwar besser als angekündigt, aber für weitere Sonnenbräune hat es leider nicht gereicht.
so schön kann Kanu-fahren sein!
Natur pur!
Maori-Statue auf dem Campground

Am 2ten Tag gab es zur willkommenen Abwechslung einen einstündigen Walk zur „Bridge to Nowhere“. Diese Steinbrücke wurde in den 40ern gebaut um den damals ansässigen Siedler eine Anbindung an die Außenwelt zu ermöglichen. Die Gründe warum die dazugehörige Straße nicht gebaut wurde habe ich schon wieder vergessen, ebenso warum die Siedler dann weg sind. Auf jeden Fall steht die massive Brücke auch heute und verbindet Dschungel mit Dschungel.
Bridge to Nowhere
Action!

und anschließender Sinkflug...

Außer der zahlreichen Enten gab es leider kaum Tiere auf dem Wanganui River zu sehen, das war etwas enttäuschend, aber das scheint in Neuseeland generell so zu sein.
Für die letzten Tage machen wir uns nun über Lake Taupo nach Rotorua, wo noch mal Nervenkitzel und ein ordentlicher Adrenalinkick auf dem Programm steht!
Sonnenuntergang Lake Taupo

2 Kommentare:

Klaus hat gesagt…

immer wieder ein Erlebnis, den neuen Blog von dir zu lesen und die Bilder anzuschauen, klasse! In 10 Tagen sehen wir uns in Kathmandu, und ich weiß schon, mit was du den nepalesischen Freunden und uns am Ende eines langen Trekkingtages unterhältst: Häkki-Sack-Übungen!!!

Anonym hat gesagt…

Hallo Jochen, stelle soeben fest, dass mein Kommentar zu Deinem letzten tollen Bericht Dich anscheinend nicht erreicht hat. Wie immer habe ich mich über Deine interessanten Schilderungen sehr gefreut - über Deine Erlebnisse kannst Du bald ein Buch schreiben. So vielseitig wie Du Deinen Trip gestaltet hast. Wünsche noch weiterhin schöne Tage in NZ und einen guten Flug zu Deinem nächsten Abendteuer. Liebe Grüße
Monika

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